Glossar

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  • Sekundärenergie

    Wird Primärenergie (Brennstoff wie z.B. Kohle, Erdöl und Erdgas oder Energieträger wie Sonne, Wasser, Wind oder Kernbrennstoffein) in eine andere Energieform gewandelt, so spricht man von Sekundärenergie. Diese Umwandlungsprozesse finden z.B. in Kernkraftwerken oder Raffinerien statt.  Sie sind allerdings mit Verlusten behaftet. Die tatsächlich nutzbare Energie, d.h. die Endenergie abzüglich der Verluste, die bei der Nutzung durch den Verbraucher entstehen, wird als Nutzenergie bezeichnet.

  • Selektive Beschichtung

    Die Selektive Beschichtung ist eine spezielle Beschichtung auf dem Absorber eines Kollektors. Die Herstellung der Beschichtung ist technisch recht aufwendig und dient der Effizienzsteigerung. Sie absorbiert die auftreffende Solarstrahlung nahezu vollständig und reduziert zugleich die mit zunehmender Temperatur ansteigenden Strahlungsverluste durch Abstrahlung (Emission) der Wärmestrahlung.

     

  • Sick-Building-Syndrom

    Beim Sick-Building-Syndrom (kurz SBS; ‚Krankes-Haus-Syndrom‘) bzw. Gebäudekrankheit weisen Bewohner eines Gebäudes Symptome von Krankheiten, die mit zu viel Zeit in einem Gebäude verbunden zu sein scheinen, auf. Die Ursachen des Sick-Building-Syndromes können jedoch nicht mit absoluter Sicherheit bestimmt werden. Mögliche Ursachen können Schadstoffe sein, die in der Innenraumluft vorkommen, wie z.B. Ausdünstungen von Klebern oder Lacken. Ebenso können Schadstoffe, Pollen oder Pilzsporen aufgrund schlecht ausgeführter oder ungenügend gewarteter Klimaanlagen in der Raumluft verbreitet sein. Die Beschwerden können temporär auftreten oder permanent anhalten.

     

  • Solararchitektur

    Unter dem Begriff Solararchitektur (auch: solares Bauen) werden alle Gebäude zusammengefasst, welche die einfallenden Sonnenstrahlen als direkte Energiequelle zum Beheizen und Belichten nutzen. Dies geschieht entweder aktiv, d.h. durch den Einsatz von Photovoltaikanlagen oder Solarkollektoren oder passiv, d.h. durch die passive Sonnenenergienutzung. Möglich ist darüber hinaus auch eine Kombination der einzelnen Techniken. Das Ergebnis nennt man Solarhaus oder Sonnenhaus.

     

  • Solarkollektor

    Für Solarthermie-Anlagen sind Solarkollektoren die entscheidenden Komponenten. Die sog. Solarflüssigkeit (eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel) wird durch die Sonne erwärmt und leitet diese Wärme über einen Wärmetauscher in den Solarspeicher (Pufferspeicher). Das abgekühlte Gemisch wird wieder hoch zum Kollektor gepumpt und der Vorgang wiederholt sich.

  • Solarmodul

    Ein Solarmodul (oder auch Photovoltaikmodul) besteht aus vielen Solarzellen, die in Serie oder parallel geschaltet sind, und wandelt das Licht der Sonne direkt in elektrische Energie um. Sie sind als flexible und starre Ausführung verfügbar. Starre Solarmodule bestehen normalerweise aus siliziumbasierten Solarzellen, die zwischen zwei Glasplatten oder einer Glasplatte und einer Rückseitenfolie mittels Einbettungsmaterial hermetisch verkapselt sind. Durch diesen Aufbau werden die Solarzellen vor Umwelteinflüssen geschützt. Flexible Solarmodule basieren auf organischen Werkstoffen und werden vorzugsweise im mobilen Bereich eingesetzt.

  • Solarthermie

    Solarthermie-Anlagen dienen primär der Warmwasserbereitung, können darüber hinaus aber auch zur Heizungsunterstützung beitragen. Auf dem Dach eines Gebäudes befinden sich Solarkollektoren, in denen die sog. Solarflüssigkeit (eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel) durch die Sonne erwärmt wird. Der dazugehörige Wärmespeicher, ein thermisch sehr gut isolierter Wassertank, befindet sich im Keller des Gebäudes. Die auf dem Dach erwärmte Solarflüssigkeit gibt über einen Wärmetauscher ihre Wärmeenergie an diesen Speicher ab. Das erwärmte Wasser kann direkt entnommen und als Trinkwasser verwendet werden.

     

  • Sonnenenergie

    Als Sonnenenergie (oder auch Solarenergie) wird die Energie der Sonnenstrahlung bezeichnet, die in Form von elektrischem Strom, Wärme oder chemischer Energie technisch genutzt werden kann. Sonnenenergie lässt sich sowohl direkt, d.h. mit Solarthermie-Anlagen oder Photovoltaikanlagen, als auch indirekt mittels Wasserkraftwerken, Windkraftanlagen und in Form von Biomasse nutzen.

  • Sparduschkopf

    Wassersparende Duschköpfe haben einen kleineren Kopf und bündeln das Wasser auf eine kleinere Fläche. Dadurch verbrauchen sie bis zu 60% weniger Wasser als herkömmliche große Duschköpfe. Sparduschköpfe sind oftmals mit Durchflussbegrenzer ausgestattet.

  • Speicherladepumpe

    Eine Speicherladepumpe befördert die Wärme dorthin, wo sie gerade benötigt wird, d.h. entweder in das Warmwassersystem der Heizung oder in den Brauchwasserspeicher. Fühlt der Temperaturfühler einen Abfall der Temperatur unter die voreingestellte Wunschtemperatur, sendet er ein Signal an die Speicherladepumpe.

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