HEIZUNGSTECHNIK
Wer energieeffizient baut, kann seine Energiebedarf für Heizung und Warmwasser um 90% reduzieren. Durch ressourchenschonende Heizungs- und Wassererwärmungssysteme können in Wohnhäusern rund 60% an Kohlendioxidausstoß eingespart werden.
Insbesondere Altbauten benötigen 3 Mal soviel Heizenergie wie Neubauten. Alte Kessel nutzen den Brennstoff nicht genügend aus und bei vielen Anlagen ist die Warmwasseraufbereitung integriert, was auch zu Energieverlusten führen kann. Deshalb ist es wichtig auch alte Kessel, Brenner und Schornsteine – vor der Heizperiode – warten zu lassen. Das stellt die Leistungsfähigkeit sicher und schont zugleich die Umwelt.
Wir helfen Ihnen bei der Entscheidung für das richtige Heizsystem und bieten Ihnen:
Wartung und Reparatur von Heizungen
Ausbau alter Heizungen
Einbau und Installation neuer Heizsysteme
Betreuung, Überwachung und Analyse Ihrer Anlage per Fernwartung
(Trend-Aufzeichnung)
Individuelle Begutachtung und Beratung vor Ort
Ansprechpartner
Jochen Reisacher I Telefon 07565 5484 I E-Mail
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ÜBERSICHT HEIZSYSTEME
Brennwertkessel für Öl oder Gas: Bei modernen, hocheffizienten Brennkesseln wird die Abwärme, also die Kondenswärme des Wasserdampfes im Abgas nahezu vollständig genutzt. Dadurch benötigt der Kessel 10% weniger Brennstoff als Niedrigtemperaturkessel.
Ölkessel werden bei der Warmwasserheizung und bei der Brauchwassererwärmung eingesetzt. Durch Verbrennung von Erdgas, von einem Öl-Luft-Gemisch, wird die Heiztemperatur erreicht. Es gibt Gelbbrenner und Blaubrenner, je nach Flammtemperatur, wobei die Blaubrenner die geringsten Schadstoffemissionen verursachen.
Niedertemperaturkessel sind so ausgelegt, dass das Kesselwasser nur soweit erwärmt wird, um das Haus abhängig von der Außentemperatur, beheizen zu können. Der Kessel senkt die Vorlauftemperatur, je nach Außentemperatur, ab. Niedertemperaturkessel sind hauptsächlich in Modellen von Gaskesseln, Gas-Etagenheizungen und Ölkessel integriert. In Einfamilienhäusern wird der Niedertemperaturkessel schon oft durch einen modernen Brennwertkessel ersetzt.
Wärmepumpen sind mittlerweile so effizient, dass sie ganzjährig für die Heizungswärme sowie auch für die Trinkwassererwärmung sorgen können. Dabei wird die kostenlose Wärme aus der Erde, dem Grundwasser und der Luft durch einen Wärmeabnehmer auf eine höhere Temperatur gebracht und kann so zur Wohnraumheizung und Trinkwassererwärmung genutzt werden. Momentaner Stand der Technik sind Elektro-Wärmepumpen.
Pelletöfen gibt es in halbautomatischer und vollautomatischer Ausführung. Die halbautomatischen lassen sich mit der Hand befüllen. Bei den vollautmoatischen Anlagen werden die Pelltes mittles einer elektrischen Zündung und einer Zuführungssteuerung in den Kessel befördert. Zur Lagerung der Pellets benötigt man Raum, einen Lagerraum, einen Tank oder ein Silo. Geliefert werden die gepresstem Holzspäne in Säcken oder lose. Durch die hohe Verpressung erhalten die Pellets eine eine hohe Energiedichte und somit einen hohen Wirkungsgrad. zentral-Pelletheizungen kosten ca. das Doppelte einer Ölheizung, sind jedoch eine gute Alternative, denn die Preise für fossile Brennstoffe wie Öl und Gas steigen kontinuierlich.
Hackschnitzelheizungen eigenen sich bei größeren Holzheizungen, bei denen die Hackschnitzel automatisch zugeführt werden. Hackschnizel haben einen hohen Wirkungsgrad und sind schadstoffarm. Moderne Hackschnitzelheizungen zeichen sich durch eine automatische Brennstoffzuführung, automatischer Reinigung und Ascheaustragung aus. Die Heizung lässt sich jedoch nicht so einfach herunterregeln wie konventionelle Heizungen, denn wenn die ideale Verbrennungsmenge (auch bei Pellets) unterschritten wird, sinkt der Wirkungsgrad der Hackschnitzel. Unter ökologischem Aspekt sind Hackschnitzelheizungen nicht ganz unbedenklich, denn Hackschnitzel werden aus Restholz gewonnen, wie z.B. Restholz von Durchforstungen - dem Wald fehlen damit wichtige Nährstoffe.
Blockheizkraftwerke sind Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten: Diesel- oder Gasmotoren treiben Generatoren an und erzeugen Strom; gleichzeitig wird die Abwärme der Motoren über Wärmetauscher nutzbar gemacht.
Luftwärmepumpen entnehmen ihre Wärme der Außenluft. In Kombination mit einer Lüftungsanlage kann auch die warme Abluft des Gebäudes zur Wärmerückgewinnung genutzt werden. Luftwärmepumpen sind einfach zu installieren und auch günstiger. Ein großer Nachteil ist, dass an kalten Wintertagen, wo am meisten Wärme benötigt wird, die Antriebsenergie einer solchen Anlage sehr groß ist und deshalb fast mit einer Stromheizung zu vergleichen ist.
Kraft-Wärmekopplung ist eine umweltfreundliche Technik, die Strom und Wärme gleichzeitig erzeugt. Z.B. kann über ein Fernwärmenetz die Wärme aus einem Heizkraftwerk genutzt werden oder über die dezentrale Wärmegewinnung von einem Blockheizkraftwerk. In Form eines Mini-Blockheizkraftwerks im eigenen Keller kann überschüssiger Strom ins Netz abgegeben werden.
Holzheizungen sind ökologisch unbedenklich. Je nach Brennstoff und Nutzung gibt es unterschiedlichste Öfen, mit denen man Wärme erzeugen kann. Typisch sind Durchbrand- und Oberbrandkessel. Kessel mit unterem Abbrand haben die bessere Eigenschaften: Die Verbrennungsluft wird von oben zugeführt und Holzgase verbrennen vollständig in der Nachbrennkammer. Grundsätzlich sollte das Scheitholz mindestens 2 Jahre getrocknet sein, denn im Holz wird Wasser gespeichert, das dann vollständig verdampft ist.
Solaranlagen nutzen die kostenlose Sonnenenergie zur Wärmegewinnung. Die gewonnene Wärme kann direkt oder über einen Wärmetauscher zur Wohnraumheizung oder zur Trinkwassererwärmung genutzt werden. Oder einfach zwischengespeichert werden. Als Heizungsunterstützung bieten Solarkollektoren einen wirtschaftlichen, umweltschonenden Vorteil. Die sogenannten Schichtenspeicher haben den Vorteil, dass sich das Trinkwasser und das Wasser für die Heizungserwärmung nicht miteinander vermischen. Auch kann der Schichtenspeicher als Durchlauferhitzer genutzt werden, das heißt, es muss keine größe Menge an gebrauchsfertigem Trinkwasser gespeichert werden. Bei knapp bemessenem Wärmetauscher kann es jedoch passieren, wenn innerhalb kurzer Zeit viel warmes Wasser benötigt wird, dass die Anlage das Wasser erst wieder aufheizen muss, damit wieder Warmwasser zur Verfügung steht.
Großkessel, wie sie in der Industrie hauptsächlich verwendet werden, kann man in Wasserrohrkessel und Großwasserraumkessel einteilen. Überall, wo Heißwasser oder Dampf in gleichbleibender Qualität benötigt wird, werden Großkessel eingesetzt. Ein genaues Abwägen der Vor- und Nachteile, welches System für welchen Zweck einsetzbar ist, ist sinnvoll. Eine professionelle Beratung beim Einsatz von Großkesseln ist daher unbedingt erforderlich.